Daten
Wetterprognosen beschreiben den Zustand der Atmosphäre in der Zukunft, welcher aus einem bereits vergangenen und dem aktuellen Zustand der Atmosphäre, unter Anwendung der bekannten physikalischen Regeln, abgeleitet wird. Die Daten über den aktuellen Zustand der Atmosphäre kommen aus einem Netz von Wetterstationen, die Temperatur, Windgeschwindigkeit und -richtung, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit sowie Niederschlagsmengen messen. Zusätzlich werden auch Daten von Radiosonden, Wettersatelliten und Radargeräten sowie Messbojen verwendet. Problematisch ist dabei die örtlich unregelmäßige Verteilung dieser Beobachtungen und Messungen.
Wetterstationsdaten und -messnetz
UBIMET greift auf die Daten von weltweit mehr als 14.000 Wetterstationen zu. Neben allen staatlichen Messdaten stehen UBIMET auch Stationen privater Messnetze und die Daten eigener Wetterstationen zur Verfügung. Durch die große Datendichte sind bessere und vor allem regional detailliertere Vorhersagen möglich. UBIMET ruht sich aber nicht auf der guten Qualität der Wetterprognosen und dem in Europa dichtesten Wetterstationsnetz aus, sondern ist weiterhin bestrebt, das meteorologische Messnetz in Österreich auszubauen. Vor allem für ein Land mit so starkem Relief und daraus resultierenden vielen kleinräumigen Wetterphänomenen ist es extrem wichtig, ein dichtes meteorologisches Messnetz zu haben, denn mehr Wetterstationen bedeuten auch bessere und regional präzisere Prognosen.
Regenradardaten
In Österreich stehen 4 Wetterradarstationen zur Verfügung, die die Gesamtfläche Österreichs abdecken. Mit Hilfe der Wetterradarbilder kann der Meteorologe Niederschlag erkennen und verfolgen. Somit stellen die Radarinformationen eine flächendeckende und wichtige Ergänzung zu den punktuellen Daten der traditionellen Wetterstationen dar.
Mit dem Wetterradar wird aber nicht nur der Ort des Niederschlags, sondern auch die Intensität festgestellt. Diese Informationen sind sehr nützlich für die Abschätzung von Regen- oder Schneemengen und die Erkennung von Hagel und Unwettern.
Mittels Computerberechnungen können Radarinformationen außerdem dazu verwendet werden, die prognostizierte Zugbahn eines Gewitters automatisch zu berechnen. Diese Informationen dienen den Meteorologen als Grundlage für punktgenaue Gewitterwarnungen, mit denen UBIMET seine Kunden per SMS, E-Mailund APP versorgt. UBIMET begnügt sich nicht nur mit zweidimensionalen Radarbildern. Die UBIMET-Meteorologen blicken auch in die Atmosphäre. Dreidimensionale Radardaten stehen für eine bessere Analyse, vor allem von sommerlichen Gewitterzellen, zur Verfügung. Somit kann frühzeitig eine potenziell gefährliche Entwicklung innerhalb der Gewitter erkannt und diese Information direkt an die Kunden weitergegeben werden.