Modelle

Aus dem Atmosphärenzustand zu einem gegebenen Anfangszeitpunkt, der aus den Daten von Wetterstationen, Radiosondenaufstiegen und Satellitenbildern abgeleitet wird, wird durch numerische Lösung der relevanten Gleichungen die Wetterentwicklung in der Zukunft vorberechnet. Diese Berechnungen umfassen teilweise mehr als 14 Tage und sind die Basis aller heutigen Wettervorhersagen.
In solchen numerischen Vorhersagemodellen wird das Rechengebiet in Gitterzellen eingeteilt, sodass die relevanten physikalischen Größen, wie vor allem Temperatur, Luftdruck, Windrichtung und Windgeschwindigkeit, im dreidimensionalen Raum und als Funktion der Zeit dargestellt werden können. Die physikalischen Beziehungen, die den Zustand der Atmosphäre und seine Veränderung beschreiben, werden als System partieller Differentialgleichungen modelliert. Dieses dynamische System wird mit Verfahren der Numerik gelöst. Aufgrund des großen Aufwands werden hierfür häufig Supercomputer eingesetzt.


Es gibt eine Vielzahl an Modellen, die unterschiedliche Methoden anwenden und daher in ihrer Vorhersage erheblich voneinander abweichen können. Die meisten Modelle werden für eine bestimmte Region erstellt und stellen den restlichen Teil der Welt gar nicht oder in reduzierter Genauigkeit dar. Die Modelle werden für gewöhnlich mindestens einmal täglich neu berechnet und bieten zumindest Vorhersagen für die Zeitpunkte 0 Uhr UTC und 12 Uhr UTC der Tage, über die sich die Prognose erstreckt.


UBIMET verlässt sich daher nicht auf ein Modell, sondern verwendet eine Vielzahl internationaler und nationaler Modelle, um die Schwächen der einzelnen Wettermodelle in den verschiedenen Bereichen ausgleichen zu können. Somit können für jede mögliche zeitliche und räumliche Auflösung sowie realistisch gewünschte Fristigkeit präzise und individuelle Prognosen erstellt werden.
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